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Test: Motorola MOTOKRZR

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Test: Motorola MOTOKRZR

 
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Feine RAZR-Variante

Mit den Handys der RAZR-Familie sorgt Motorola schon seit längerem für Furore – jetzt hat das Unternehmen mit dem MOTOKRZR eine Modellvariante für figurbewusste Nutzer nachgelegt.

Das KRZR (ausgesprochen "Kräiser") zeigt deutlich, wo seine Wurzeln liegen. Die Grundelemente des RAZR-Designs – zum Beispiel die aus einer Metallplatte geschnittene Tastatur – hat Motorola beibehalten. Allerdings sieht das Handy aus, als sei ein RAZR vor einen Zerrspiegel geraten, der dem Betrachter schmeichelt, indem er ihn ein bisschen in die Länge zieht.

Wir verraten im Test, was sich hinter der spiegelnden Fassade verbirgt.

Ausstattung: 2 Megapixel, aber wenig Speicher
Im Gegensatz zum engen Verwandten RAZR V3i hat das KRZR zwar eine bessere Kamera, aber dafür hakt’s im Multmedia-Bereich an anderen Stellen.

Telefonfunktionen
Sprachsteuerung, Sprachwahl und Sprachmemos bringt das Handy ebenso mit wie gruppen- und anruferspezifische Signaltöne und –Bilder. Auch Ihre eigenen Aufnahmen können Sie als Ruftöne benutzen. Mit Profilen lassen sich die Signale des Handys an unterschiedlliche Umgebungen anpassen.

Das KRZR stellt ein Telefonbuch mit maximal 1.000 Einträgen zur Verfügung, die Sie mit Hilfe der Motorola Phonetools auch mit dem PC abgleichen können. Zwar zeigt sich die Zahl und Vielfalt der Kontaktparameter nicht auf der Höhe mancher Series-60-Handys, aber für den Durchschnitts-User dürfte es allemal reichen. Kalender, Terminerinnerung und ein Taschenrechner gehören bei Handys zum guten Ton. Dank Quadband-Technik können Sie weltweit in allem GSM-Netzen telefonieren.

Datenfunktionen
Mit UMTS hat das KRZR nichts am Hut. Für Datentransfers steht neben GPRS immerhin EGDE zur Verfügung, zumindest einige T-Mobile-Kunden können den Dienst schon nutzen. Mit anderen Geräten kann das KRZR per USB und Bluetooth Kontakt aufnehmen. Im Test brauchte ein 3 MByte großes Test-MP3 aber unschöne 31 Sekunden für den USB-Weg vom PC auf das Handy. Unpraktisch: Der User muss für den Datentransfer die Motorola-Software benutzen – das Handy lässt sich nicht als externes Laufwerk in Windows XP einbinden. Einen E-Mail-Client bringt das Handy hingegen mit.

Multimedia-Funktionen
Das KRZR hat eine sehr unauffällig eingebaute Digicam mit 2 Megapixel Auflösung und Fixfokus, die allerdings recht spartanisch ausgestattet ist. Abgesehen vom zweistufigen Selbstauslöser gibt’s so gut wie keine Kamerafunktionen – noch nicht mal einen Nachtmodus oder ein kleines Hilfslicht. Auch bei den Videos rangiert das Handy mit einer Auflösung von 144 x 176 Pixel bestenfalls im Mittelfeld.

Erstaunlich: Trotz 20 MByte internen Speichers ist die Länge des einzelnen Videos auf eine gute Minute beschränkt. Wer längere Videos drehen will, muss eine Speicherkarte (microSD-Format) anschaffen. Auch MP3-Freunde kommen um die zusätzliche Karte kaum herum, denn 20 MByte reichen gerade mal für etwa 20 Minuten MP3-Musik in guter Qualität.

Praxis: Leicht zu bedienen
Das KRZR ist mit seinem schlicht-schönen Design und der guten Bedienbarkeit eine Art Easy-Living-Handy.

Eckdaten
Das KRZR folgt der flachen Linie des RAZR V3, wurde aber an der Taille fühlbar abgespeckt, die Breite von 53 auf gemessene 42 Millimeter reduziert. Daraus ergibt sich bei 103 Gramm eine ungewöhnlich schlanke Form, die sehr gut in der Hand liegt. Die Kehrseite dieser Medaille: Das ausreichend helle Innen-Display löst zwar 176 x 220 Pixel auf, misst aber nur schmale 30 x 37 Millimeter. Auch die Akku-Laufzeit zeigt höchsten Mittelmaß: Dreieinviertel Stunden unter GSM-Volllast gehen gerade so in Ordnung.

Bedienung
Die Verarbeitung des Handys ist topp, das Gehäusematerial mit Chromteilen wirkt hochwertig und stabil. Dass die Frontseite mit gehärtetem Glas überzogen ist, schaut zwar hübsch aus; allerdings ist die Oberfläche ziemlich schnell mit deutlich sichtbaren Fingerabdrücken bedeckt.

Bei der Tastatur setzt Motorola wie bei der RAZR-Mutter auf eine Metallfolie, und das ist gut so. Die geätzten Tasten reagierten präzise und an Spielraum für den Daumen fehlt es nicht.

Das KRZR lässt sich intuitiv bedienen, und dank insgesamt sieben frei belegbaren Tasten hat der User auf die wichtigsten Funktionen schnellen Zugriff. Die Tastenbelegung kann er seinen eigenen Vorlieben weitgehend anpassen. Auch im MP3-Modus sind fast alle Funktionen mit einem Tastendruck zu erreichen.

Apropos: Musik klingt über den Handy-Lautsprecher recht passabel. Mehr Hörvergnügen gibt’s allerdings mit dem mitgelieferten Headset, das erstaunlich gut klingt und auch ausreichend Bass-Power liefert. Das KRZR unterstützt das Bluetooth-Profil Advanced Audio Distribution (A2DP) für kabellose Stereo-Kopfhörer. Mit einem aktuellen Kopfhörer (Creative SL3100) klappte die Übertragung und Fernbedienung im Test allerdings nicht wirklich reibungslos. Wir hörten immer wieder Aussetzer, und das Handy reagierte nicht immer korrekt auf die gefunkten Befehle des Kopfhörers.

Akustik
Beim Telefonieren klingt das KRZR angenehm mittig und es hat auch genug Lautstärkereserven. Die Verständlichkeit leidet aber unter verrauschter Sprachwiedergabe und Lautstärkeschwankungen. Der eingebaute Freisprecher hingegen überzeugte durch ordentlichen Klang bei guter Lautstärke.

Fazit: Nett nachgelegt
Erfolge wollen fortgesetzt werden – denkt sich Motorola und legt mit dem KRZR eine Art verschlanktes RAZR auf die Ladentische. Wer die edle Optik mag und auf schnelle Internet-Verbindungen verzichten kann, kommt mit dem KRZR durchaus auf seine Kosten.

Wer das KRZR auf den Tisch legt, darf sich der Aufmerksamkeit seiner Umgebung ziemlich sicher sein, muss aber regelmäßig putzen. Das Design zeigt zwar Extravaganz, die verglaste Außenfront aber auch sehr schnell eine Menge Fingerabdrücke. Wenn Sie das nicht stört und Sie keinen Wert auf UMTS legen, können Sie das KRZR ruhig auf den Weihnachts-Wunschzettel schreiben, zumal die gute Ausstattung mit Telefon- und Multimediafunktionen den meisten Nutzern reichen dürfte.

Besonders gut haben uns die flache Tastatur und die gute Bedienbarkeit des Handys gefallen. Der eingebaute MP3-Player leidet unter dem spärlich vorhandenen Speicherplatz, um den Kauf einer Erweiterungskarte kommen Sie wohl nicht herum. Dafür klingt er mit dem mitgelieferten Headset erstaunlich gut.

Weniger Spaß hatten wir hingegen, als wir das KRZR mit einem Bluetooth-Stereokopfhörer ausprobierten. Aussetzer in der Wiedergabe reduzierten den Klanggenuss erheblich.

Alternative
Auch schön: Das RAZR V3x bietet ebenfalls 2 Megapixel, zusätzlich aber auch UMTS.


Quelle: www.chip.de

Mehr zum Motorola KRZR: www.handys.net/motorola-KRZR.html
Mehr zum RAZR V3x: www.handys.net/motorola-RAZR-V3x.html

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