So hat eine Umfrage einer US-Investmentbank ergeben, dass zwei Drittel der Jugendlichen heute keine Uhr mehr tragen und nur noch auf das Handydisplay sehen, wo in der Regel ja eine Zeitanzeige vorhanden ist. Gerade durch bequeme Zusatzfunktionen wie Wecker, Terminkalender oder Weltzeituhr bietet das Telefon weitaus mehr Möglichkeiten als ein konventioneller Zeitmesser. Deshalb sind die Verkaufszahlen für Armbanduhren in den letzten fünf Jahren um 17 Prozent gesunken, denn Mobiltelefone sind ein ebenso praktischer wie mittlerweile modischer Ersatz dafür.
Um die Uhr am Handgelenk wieder zu beleben, planen jetzt die Hersteller in Kooperation mit den Handyproduzenten neue Modelle auf den Markt zu bringen, die eine Verschmelzung mit dem Mobiltelefon ermöglichen. Sony Ericsson hat mit dem MBW-100 bereits eine entsprechende Uhr im Angebot, die als Ergänzung zu den Handys dienen. Allerdings sollen im Lauf der Zeit auch vollwertige Telefone am Handgelenk getragen werden können, die entweder über eine Freisprecheinrichtung oder ein kabelloses Headset verwendet werden. Etliche Prototypen bzw. erste Serienmodelle sind in Asien bereits erhältlich, haben sich allerdings noch nicht durchgesetzt.


