Eine SIM-Karte mit integrierter GPS-Antenne wurde nun vom Start-up-Unternehmen BlueSky Positioning vorgestellt. Netzbetreiber können damit sofort ortsbezogene Dienste anbieten (Location-based Services), ohne dabei weiter abwarten zu müssen, dass sich Handys mit eingebautem A-GPS-Modul erst noch verbreiten und die kritische Masse erreichen.
BlueSky Positioning setzt mit der neuen SIM-Karte auf A-GPS (Assisted Global Positioning System). Das A-GPS-System errechnet dabei auf Grund der Angaben zu der Mobilfunk-Zelle, in die das Handy gerade eingebucht ist, die aktuelle Position. Die Position wird anhand der Messung von Signallaufzeiten zu weiteren Mobilfunkmasten in der Umgebung noch verfeinert, so soll sie bis auf wenige Meter genau sein.
Anhand dieser Informationen lässt sich der Suchbereich für die Satellitensignale, die per GPS erfasst werden, einschränken. Des weiteren soll die Lokalisierung beschleunigt und zugleich die Genauigkeit der Ortung vor allem in Gebäuden und Häuserschluchten sichergestellt werden. Der Chip soll neben der hohen Genauigkeit auch sehr stromsparend arbeiten und nur eine Stromstärke von 6 Milliampere benötigen.
In jedes herkömmliche Mobiltelefon passt die SIM-Karte mit A-GPS und sie eignet sich auch für 3G-Geräte. Der Hersteller will noch in der ersten Jahreshälfte 2007 erste Muster ausliefern; allerdings steht derzeit noch nicht fest, wann die Massenproduktion beginnen soll. BlueSky ließ vorerst auch offen, was die Technik kosten soll.

