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Joos hat seinen Rücktritt erklärt
Seit dem Insolvenzantrag des Handyherstellers BenQ Mobile haben mehrere aktive und frühere Mitarbeiter Strafanzeige gegen die Geschäftsführung gestellt. Wie ein Sprecher der Münchner Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage sagte, werfen sie dem Management Insolvenzverschleppung vor. Die Staatsanwaltschaft werde aber zunächst den Verlauf des Insolvenzverfahrens abwarten. Ein BenQ-Mobile-Sprecher sagte, es habe bisher keine Vernehmungen oder Durchsuchungen gegeben. Dies werte man als Indiz dafür, dass die Staatsanwaltschaft keinen konkreten Verdacht habe.
Rücktritt von Joos
Der am Montag bekannt gewordene Rücktritt von Firmenchef Clemens Joos hat dem Sprecher zufolge innerbetriebliche Gründe. Entscheidend für Joos sei gewesen, dass die Finanzierung der Transfergesellschaften für die Beschäftigten nun gesichert sei. Zusammen mit dem Insolvenzverwalter habe er außerdem "nach den ersten stürmischen Tagen und Wochen das Geschäft operativ stabilisiert". Darüber hinaus habe Joos Investorengespräche mit initiiert und geführt.
Joos bleibt im Unternehmen
"Damit ist jetzt eigentlich sein Job getan", sagte der Sprecher. Das Ruder habe ohnehin der Insolvenzverwalter in der Hand. Doch habe sich Joos in den entscheidenden ersten Wochen nach dem Insolvenzantrag nicht aus der Verantwortung stehlen wollen. Er bleibe auch nach seinem Rücktritt im Unternehmen.
Hintergrund
BenQ Mobile mit seinen Standorten in München sowie in Kamp-Lintfort und Bocholt in Nordrhein-Westfalen ist aus der defizitären Siemens-Handysparte hervorgegangen. Ende September hatte das Unternehmen mit bislang 3000 Beschäftigten Insolvenz beantragt. Bundesweit sollen rund 1900 Stellen wegfallen.
Quelle: www.inside-handy.de

