Der zweitgrößte Handyhersteller der Welt, Motorola, verliert immer mehr den Boden unter den Füßen. Nachdem das Unternehmen zu lange auf das erfolgreiche RAZR V3 als Cash-Cow gesetzt hat und sich mit Nachfolgemodellen Zeit gelassen hat, schwindet die Marke in der Gunst der Mobilfunk-Kunden.
Aus diesem Grund bietet der größte US-Netzbetreiber Verizon Wireless die Geräte des Herstellers seit dieser Woche um bis zu 50 Prozent billiger an, um den Absatz anzukurbeln. Betroffen sind von dieser Maßnahme in erster Linie die RAZR- und KRZR-Modelle. Insgesamt wird erwartet, dass Motorola mit einem größeren Umsatzrückgang zu rechnen hat. Börsenprofis erwarten auch einen Reduktion des Aktienpreises im Rahmen von mehr als zehn Prozent.
Motorola selbst gibt keinen Kommentar zu den Entwicklungen rund um die Mobilfunksparte. Allerdings hatte im Februar der Finanzchef des Unternehmens wörtlich vor einem „schwierigen Halbjahr“ gewarnt. Allerdings erwartet man für das zweite Halbjahr 2007 eine Besserung der Absatzzahlen.
Neue Geräte sollen das Unternehmen wieder näher an den Hauptkonkurrenten Nokia bringen. Unterdessen warnen Experten davor, dass Motorola sogar hinter Samsung auf Platz vier der größten Handyhersteller abrutschen könnten, denn das US-Unternehmen ist im boomenden Bereich der Smartphones schwächer als die innovativen Koreaner. Auch Sony Ericsson will in den nächsten Monaten die Anzahl der verkauften Handys deutlich steigen, weshalb mit einer Bewegung am Markt zu rechnen ist.

