Als das GSM-Netz bei uns Einzug hielt, gab es noch keinerlei Subvention bei den Endgeräten: Man ging in ein Geschäft, kaufte sich um etwa 2000 Mark ein
Handy und besorgte sich dann eine SIM-Karte. Relativ bald kamen die Netzbetreiber auf die Idee, die Geräte selbst günstig anzubieten, um mehr Verträge abzuschließen. Durch eine Subvention kamen die ersten Handys zum Preis von 0 Euro auf den Markt, was zu einem wahren "Run" auf die
Mobilfunk-Geschäfte führte.
Der Nachteil bei diesem System ist, dass die Telefone einerseits mit einem sog. SIM-Lock ausgestattet sind, der es unmöglich macht, eine andere Betreiberkarte direkt zu verwenden. Zuerst muss das Gerät mehr oder weniger teuer bzw. kompliziert entsperrt werden. Andererseits geht man mit dem Anbieter des Billighandys einen längeren Vertrag von z. B. 18 Monaten ein, während dieser Zeit kann zumeist nur zu sehr ungünstigen Konditionen vorzeitig gekündigt werden.
Der Großteil der Käufer von Mobiltelefonen setzt inzwischen auf die günstigen Geräte, die quasi per Grundgebühr abbezahlt werden. Dabei kann man zwar in der Anschaffung zunächst Geld sparen, wenn man dann jedoch die Vertragsbindung und mögliche aufpreispflichtige Pakte dazurechnet, lohnt es sich oft zu einem Gerät ohne Vertrag zu greifen. Denn immer mehr Anbieter locken mit besonders günstigen Tarifen, wenn man das Handy selbst kauft und nur die SIM-Karte benötigt. Gerade die Gesprächsgebühren bei Discount-Anbietern sind sehr günstig und auf die Bedürfnisse von Kunden zugeschnitten, die einfach billig sprechen wollen und keinerlei zusätzliche Dienste benötigen.
Zur Verwendung als Handy ohne Vertrag lässt man sein bisheriges in einem der vielen alternativen Shops bzw. beim früheren Netzbetreiber gegen Gebühr entsperren. Oder man entscheidet sich für ein neues, "freies" Gerät. Hier gibt es eine große Auswahl, auch besonders aktuelle Modelle sind in der Regel zuerst nur ohne Vertrag erhältlich. Ein großer Vorteil dieser Mobiltelefone ist die Tatsache, dass sie eben über keine SIM-Lock verfügen und so problemlos von einem Netzbetreiber zum nächsten gewechselt werden kann.
Handys ohne Vertrag sind in vielen Elektromärkten oder Online-Shops erhältlich. Bevor man sich für ein Modell entscheidet, sollte man die unzähligen ähnlichen Geräte vergleichen und dann vor der Anschaffung unbedingt einen Blick in die Listen der Internet-Preisagenturen werfen. In der Praxis gibt es nämlich oft völlig unterschiedliche Preise, die stark variieren. Übrigens kann man besonders bei Auslaufmodellen regelrechte Schnäppchen finden, die aber in der Regel auch technisch mehr als ausreichend sind. Denn selbst die günstigsten Handys ohne Grundgebühr bieten die bekannten Funktionen wie
SMS, Freisprechen oder Terminkalender und Telefonbuch.