Bevor es Bindefristen beim Abschluss eines Handyvertrags gab, konnte man einfach zum Monatsletzten seinem Anbieter kündigen. Heute hat sich in Deutschland eingebürgert, dass aufgrund der Politik der subventionierten Gratis-Handys Bindungen mit einer
Laufzeit von
24 Monaten allgemein üblich sind. Das heißt während einer Phase von zwei Jahren kann man praktisch nur in Ausnahmefällen oder zu einem vergleichsweise hohen Preis aus dem laufenden Vertrag aussteigen. Eine Kündigung ist normalerweise nur möglich, wenn man beispielsweise die
Grundgebühr für die gesamte Laufzeit bezahlt oder einen Aufpreis für das meistens mitgelieferte
Handy entrichtet.
Manchmal kann man in einen teureren
Tarif wechseln, sofern der Netzbetreiber dies erlaubt. Ansonsten gibt es aber kaum eine Möglichkeit, die unterschriebenen Bedingungen geändert zu bekommen. Besonders falls man sich in seinem Telefonierverhalten getäuscht hat und der Tarif deshalb nicht passt, kann dies sehr unangenehm sein. Zwar halten Kunden diese
Frist allgemein für zu lang, trotzdem weichen die Netzbetreiber von dieser Idee bislang nicht ab. Dafür gibt es aber immer mehr
interessante Angebote, wenn man sich nach Ablauf dieser Frist entscheidet, weiterhin bei dem bisherigen Provider zu bleiben. Denn im Gegensatz zu früher kann man jetzt problemlos seine bestehende Handynummer per
Portierungsauftrag zu einem anderen Netzbetreiber „mitnehmen“.
In vielen Fällen gibt es dafür sogar einen besonderen Anreiz, etwa in Form eines Gesprächsguthabens. Wer sich jedoch für eine Handy
Vertragsverlängerung entscheidet, kann in vielfacher Hinsicht profitieren: Einerseits gibt es vielfach die Möglichkeit,
kostenlos bzw. zum selben Preis wie bei Erstanmeldung an ein
Mobiltelefon zu kommen oder aber eine reduzierte Zuzahlung steht zur Verfügung. Andererseits locken spezielle
Tarif-Rabatte oder Gutschriften.
Wer sein bisheriges Handy weiterverwendet, kann mit einem großzügigen Gesprächsguthaben rechnen. Etliche Firmen zahlen in einem solchen Fall sogar Bargeld aus, je nach Tarif und Netz sind sogar rund
200 Euro möglich. Solche Offerte sind allerdings eher von Dritthändlern möglich, also Vermittlern von Handyverträgen und nicht den eigentlichen Netzbetreibern. Diese besonderen Angebote finanzieren sich über die
Provisionen der Anbieter.
Eine Handy Vertragsverlängerung kann je nach Anbieter entweder direkt online vereinbart werden oder man unterschreibt direkt in einem Geschäft bzw. schickt die Unterlagen per Post zum Telekom-Unternehmen. Noch ein
kleiner Tipp am Rande: Wer schon länger Kunde bei ein und demselben Netzprovider ist, sollte zum Ende der Vertragslaufzeit Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen. Wer nämlich mit einer
Kündigung zum Ende der Bindungsfrist droht, bekommt oft einen interessanten
Bonus, der sonst – ohne das persönliche Gespräch – nicht geboten wird. Vielfach kann man hier noch zusätzliche Vorteile im Vergleich zu einer herkömmlichen Vertragsverlängerung herausholen.